Presseberichte

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Auf ein Wort: Überfällig
Rainer Schüler zur Zukunft der RAW-Brache am Bahnhof als Wohn- und Gewerbestandort

[MAZ, 02.04.2008]

Die Zeiten lassen sich nicht zurückdrehen. Der Industrie- und Dienstleistungs-
standort RAW mit einst 1350 Beschäftigten ist seit Jahren tot, zu Recht, denn effektiv war die Arbeit hier schon lange nicht mehr. Dass sich seither aber kein Nachnutzer für das Riesengelände fand, ist beschämend. Der Bahn AG war das Objekt eine Last, aber beschleunigt hat das den Verkauf nicht. Ende 2006 konnte das umtriebige Wohnungs- und Gewerbebauunternehmen Semmelhaack zugreifen und hat jetzt Pläne vorgelegt, die hoffen lassen.

Aus der verlodderten Brache soll im Eiltempo ein Wohn- und Gewerbestandort in bester Verkehrslage werden. Die Nähe zur Bahn wird nicht als Minus-Punkt gesehen, sondern als Vorteil, und die Wohnbebauung wendet sich ab vom Bahnhof. Hier wird Geschosswohnungsbau betrieben für 1000 Menschen, altermäßig gemischt und in exakt den Wohnungsgrößen, die Potsdam am dringendsten braucht. Die Nachfrage scheint sicher, der Erfolg auch. Zumal es in den Erdgeschossen auch Läden geben soll und auf zwei Dritteln des alten Bahnwerkes kleinteiliges Gewerbe, Handwerk vor allem. Das Konzept sieht sympathisch aus; der Investor muss nun aber auch Mietbedingungen schaffen, damit die Wunschnutzer auch tatsächlich anbeißen.

So soll die Friedrich-Engels-Straße schon Ende des Jahres 2009 aussehen.

Rainer Schüler

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