Presseberichte
Kein Schwein am „D-Zug” Semmelhaack beginnt mit der Sanierung und setzt auf Pastellfarben
[PSK, 10.04.2007]
Am Stern - Der „D-Zug” startet durch. Heute beginnt der Eigentümer Semmelhaack mit der Sanierung des markanten Plattenbauriegels an der Neuendorfer Straße. Bis Jahresende soll der Block mit seinen 384 Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen fertig sein. Das sagte Projektsteuerer Berko Dibowski der MAZ.
Noch nicht völlig geklärt ist dagegen das künftige Aussehen des Gebäudes. Ein erstes Konzept (siehe untenstehende Grafik) sieht Pastellfarben und
„deutlich sanftere Töne” als etwa an den Semmelhaack-Häusern in der Schopenhauerstraße vor. Änderungen seien noch möglich, so Dibowski.
Vor allem an den Giebeln und den Verbindern wolle man noch optische „Akzente” setzen, sagte er. Vom Tisch ist dagegen der noch vom Vorbesitzer Gewoba stammende Vorschlag, für jeden der vier Blöcke einen Vierbeiner Pate stehen zu lassen. So sollte ein Schwein, ein Leopard, eine Kuh und ein Zebra das Gebäude zieren. „Das Konzept hat uns aber nicht gefallen”, erklärte Dibowski. Außerdem sei es zu teuer. In sechs bis acht Wochen soll die endgültige Farbgebung feststehen. Rund sechs Millionen Euro will Semmelhaack laut Dibowski in die Sanierung des Wohnhauses stecken, die standardmäßig ausgeführt werden soll, um die Mieten niedrig halten zu können. Derzeit stehe das Objekt zur Hälfte leer. Viele hätten sich die Bauarbeiten nicht zumuten wollen, da die Wohnungen zu klein sind, um dem Staub zu entgehen. Vor allem Studenten, Singles und ältere Leute dürften sich nach Fertigstellung für die Apartments interessieren.
Rund 15 Millionen Euro hat Semmelhaack im vergangenen Jahr für ein Paket von 800 Wohnungen an die Pro Potsdam bezahlt. Über den Zwei- und Dreigeschossern im Patrizierweg - insgesamt 114 Wohnungen - sollen sich ab Anfang Mai ebenfalls die Kräne drehen. Auch hier hofft Dibowski auf eine Fertigstellung zum Jahresende. Die 300 Wohnungen in der Fritz-Lang-, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-, der Paul-Wegener- und der Wolfgang-Staudte-Straße in Drewitz dagegen werden in den nächsten fünf Jahren nicht angefasst. Der Vertrag mit der Stadt sieht eine Sanierung binnen zehn Jahren vor.

Peer Straube
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